Wissenswertes

Die Yogasprache ist das Sanskrit. Manche Begriffe haben mehrere Bedeutungen oder erklären sich eher aus dem Zusammenhang. Beispielsweise ist die wörtliche Übersetzung von  „ASANA“  in etwa:  „das Sich Hinsetzen“, „der Sitz“.  Denn in den ältesten bekannten Texten war die wichtigste Körperübung der Meditationssitz.

Wenn wir einen Yoga-Kurs besuchen, lernen wir einen kleinen Teil der komplexen Yogaphilosophie kennen - nämlich die Übungen, die unseren Körper, unsere Atemkraft und unsere mentale Ausgeglichenheit trainieren. Wenn Du mehr erfahren möchtest, findest Du hier einen Einstieg in die  vielfältige Welt des Yoga:

HA heißt übersetzt „Sonne“ und THA heißt „Mond“.  Das Wort Hatha als Ganzes bedeutet aber auch „Anstrengung“. Alle Praktiken, die im Hatha Yoga angewandt werden, dienen der Gesunderhaltung und Pflege unserer Lebenswerkzeuge, wozu unser Körper, aber auch unser Geist zählt. Nur in einem gesunden Körper und mit einem ruhigen, klaren Geist kann auch unsere Seele glücklich sein.

Wie Sonne und Mond gegensätzliche Energien symbolisieren, so ist auch unser Leben vom Umgang mit Polaritäten geprägt. Durch ständiges Ausbalancieren gelingt es uns, in Harmonie mit uns selbst und unserer Umwelt zu leben. Die verschiedenen Techniken des Hatha Yoga dienen dazu, diesen Balanceakt dauerhaft leisten zu können.

Die Hauptpraktiken des Hatha Yoga sind:

  • Asanas -  Körperübungen 
  • Pranayama – Atemübungen
  • Shavasana – Tiefenentspannung
  • Gesunde Ernährung
  • Positives Denken und Meditation

 

Dabei gilt es, immer die passende Anstrengung auf sich zu nehmen:  Geduldiges, regelmäßiges Üben -gelassen und im liebevollen Umgang mit sich selbst - führen zum Ziel. 

Drishti kann man auf verschiedene Weise übersetzen,  es kann heißen  „das Sehen“, „die Sehfähigkeit“,  „die Sichtweise“,  „der Standpunkt“.

In der Yoga-Praxis benutzt man den Drishti zur Ergänzung der Körperübung um eine Augenposition.  Der Blick wird während der Dauer der Ausführung einer Asana auf eine bestimmte Stelle fixiert. So kannst Du z.B. auf Deine Nasenspitze,  auf den Punkt zwischen den Augenbrauen, auf die ausgestreckten Fingerspitzen oder auf einen Punkt in der Weite des Raums vor Dir schauen.

Das Fixieren des Blicks erhöht die Konzentrationskraft und hilft Dir, Dich noch mehr zu fokussieren. Versuche es ohne zu Blinzeln und ohne den Blick abschweifen zu lassen, dann trainierst Du dabei auch Deine Augen.

Om ist ein Sanskrit-Laut,  dessen Bedeutung nicht einfach mit einem Wort wiederzugeben ist. Es ist der yogische Urlaut, die heilige Silbe, der Klang der Schöpfung, der alles enthält, was je war, ist und sein wird. 

Om ist das wichtigste Mantra der Yogis. Das Tönen von Om setzt Energie frei. Du spürst sie ganz besonders, wenn viele Menschen gemeinsam diesen Klang erzeugen. Probiere es selbst aus:  Atme tief ein und töne ausatmend …..OOOOOOOOOOOOOOOOmmmmmmmmmmmm

Ein Konzept des Hinduismus ist Trimurti (drei Formen). Danach besteht das oberste göttliche Prinzip (Brahman) aus drei Aspekten, die im ewigen Kreislauf zusammenwirken:  Brahma, der Schöpfer – Vishnu, der Erhalter – und Shiva, der Zerstörer. Alles Leben ist sowohl ständiger Wechsel zwischen Erschaffen, Bestehen und Vergehen als auch ewige, konstante und unveränderliche Seins-Energie.

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